Die Kurzfassung: Ein Doppelstabmattenzaun ist der Zaun, den man am besten selbst aufstellen kann – die Matten werden nur eingehängt und geklemmt, nicht verschraubt oder zugeschnitten. Die Arbeit steckt vorher: in der Flucht und in den Fundamenten. Wer diese beiden Dinge sauber macht, hängt den Rest fast von selbst ein.
Was Sie brauchen
- Werkzeug: Erdbohrer oder Spaten, Maurerschnur und Fluchtstäbe, lange Wasserwaage, Gummihammer, Zollstock, Schraubwerkzeug, Mischwanne, Schubkarre
- Material: erdfeuchter Beton der Klasse C25/30, Splitt für die Drainageschicht
- Personal: zwei Personen – eine Matte allein auszurichten funktioniert nicht
- Zeit: für 20 laufende Meter zu zweit ein gut gefülltes Wochenende, verteilt auf zwei Termine, weil der Beton zwischendurch abbinden muss
Was mitgeliefert wird: Pro Zaunelement ist ein Pfosten dabei, pro Tor zwei. Klemmhalter und Schrauben gehören zum System. Alle Ausführungen finden Sie unter Doppelstabmattenzaun kaufen.
Schritt 1: Flucht spannen und Teilung rechnen
Der wichtigste Schritt, und der, an dem am meisten schiefgeht. Spannen Sie eine Schnur über die gesamte Zaunlinie, von Endpunkt zu Endpunkt. Eine Abweichung von zwei Zentimetern pro Pfosten summiert sich über zwanzig Meter zu einer sichtbaren Welle.
Dann die Teilung: Bei 2,50 m breiten Matten und 60 mm Pfosten liegt der Achsabstand bei etwa 2,56 m, bei 80 mm Pfosten bei etwa 2,58 m. Rechnen Sie die Strecke durch und verteilen Sie das Restmaß bewusst – ein halbes Feld am Ende sieht besser aus als ein 20-cm-Reststück. Und legen Sie Tore zuerst fest: Tore bestimmen die Teilung, nicht umgekehrt.
Schritt 2: Löcher ausheben
Rund 80 cm tief, damit die Gründung frostfrei liegt – als Faustregel etwa ein Drittel der Pfostenlänge. Der Durchmesser sollte etwa 30 × 30 cm betragen, damit genügend Beton den Pfosten ringförmig umschließt. Eine Schicht Splitt am Grund lässt Wasser ablaufen.
Schritt 3: Pfosten setzen
Erst die beiden Endpfosten, danach die Zwischenpfosten entlang der Schnur. Jeden Pfosten senkrecht ausrichten – in beiden Richtungen prüfen, nicht nur in einer. Erdfeuchten Beton einbringen und verdichten. Die Oberkante des Fundaments leicht abschrägen, damit Wasser wegläuft und nicht am Pfosten steht.
Bei Eckpfosten und am Tor lohnt ein größeres Fundament: Dort wirken die Kräfte aus zwei Richtungen beziehungsweise die Torlast. Details in Zaunpfosten richtig setzen.
Schritt 4: Aushärten lassen
Hier wird am häufigsten geschummelt. Der Beton muss abbinden, bevor Last darauf kommt – bei Kälte deutlich länger als im Sommer. Planen Sie den Tag ein; die Matten laufen Ihnen nicht weg. Wann im Jahr die Bedingungen am besten sind, steht in Wann Zaun setzen?
Schritt 5: Matten einhängen
Jetzt geht es schnell. Die Matte wird zwischen die Pfosten gestellt und in die Klemmhalter eingelegt. Achten Sie auf die Laufrichtung: Bei Doppelstabmatten liegen die senkrechten Einzelstäbe auf einer Seite. Legen Sie diese Seite – und damit die Halter und Schrauben – zu Ihrem eigenen Grundstück. So kann niemand den Zaun von außen abschrauben, und es entspricht dem, was das niedersächsische Nachbarrecht zu den Pfosten sagt. Mehr dazu in Welche Zaunseite zeigt zum Nachbarn?
Schritt 6: Klemmhalter festziehen
Erst alle Matten lose einhängen und die Höhe über die ganze Linie kontrollieren, dann festziehen. Wer Feld für Feld endgültig verschraubt, schleppt einen kleinen Höhenfehler bis zum Ende mit. Nicht zu fest anziehen – die Halter sollen klemmen, nicht das Material verformen.
Schritt 7: Tore einbauen und einstellen
Tore zuletzt, aber mit Zeit. Der Rahmen muss lotrecht und spannungsfrei sitzen, sonst schleift das Tor oder fällt von allein zu. Feststeller und Bodenhülsen setzen, Schließtechnik justieren. Was bei Toren und Antrieben zu beachten ist, steht in Gartentor kaufen.
Gefälle: abgestuft oder schräg?
Doppelstabmatten lassen sich gut abstufen – das ist bei Gelände mit Neigung meist die schönere Lösung. Als Faustregel wirken Stufen bis etwa 20 cm pro 2,5-m-Feld harmonisch. Bei stärkerem Gefälle werden Sonderanfertigungen nötig, und die müssen vor der Bestellung geklärt sein. Der ganze Beitrag dazu: Zaun am Hang bauen.
Die häufigsten Fehler
| Fehler | Folge | Vermeiden durch |
|---|---|---|
| Löcher unter 80 cm | Frost hebt die Pfosten, Zaun steht schief | Tiefe messen, nicht schätzen |
| Keine Schnur gespannt | sichtbare Welle in der Zaunlinie | Flucht über die ganze Strecke spannen |
| Tore zuletzt geplant | Restmaß passt nicht, Tor sitzt schief | Torpositionen zuerst festlegen |
| Beton zu nass angemischt | geringere Festigkeit, längere Wartezeit | erdfeucht anmischen |
| Sichtschutz nicht mitgedacht | Windlast reißt Pfosten locker | vorher entscheiden, stärker gründen |
| Halter nach außen | Zaun von außen demontierbar | Klemmseite zum eigenen Grundstück |
Selbst machen oder machen lassen?
Ein gerader Doppelstabmattenzaun auf ebenem Grund ist gut in Eigenregie machbar. Sobald Hanglage, lange Strecken, Tore mit Antrieb oder schwierige Böden dazukommen, kippt die Rechnung – das rechnen wir in Zaun selber bauen oder montieren lassen? ehrlich durch. Viele Kunden teilen die Arbeit: Sie räumen die Fläche frei, wir setzen Pfosten und Tore.
Vorher entscheiden
Häufige Fragen
Wie viele Pfosten brauche ich?
Pro Zaunelement einen, pro Tor zwei. Bei uns ist der Pfosten je Element im Lieferumfang enthalten.
Wie tief muss ein Doppelstabmattenzaun einbetoniert werden?
Rund 80 cm, damit die Gründung frostfrei liegt – als Faustregel etwa ein Drittel der Pfostenlänge.
Kann man Doppelstabmatten kürzen?
Ja, mit einem Winkelschleifer. Wichtig ist die Nachbehandlung der Schnittkanten mit Zinkspray, sonst rostet es genau dort.
Was kostet das Aufstellen durch Sie?
Das hängt von Länge, Höhe, Untergrund und Zahl der Tore ab. Wir kalkulieren zum Festpreis, damit keine Stundenabrechnung überrascht – Anfrage über die Einkaufsliste.
Material oder Montage? Fragen Sie beides an – einmal nur Material, einmal mit Montage zum Festpreis. Dann sehen Sie schwarz auf weiß, worüber Sie entscheiden. Zur Einkaufsliste oder in den Zaun-Konfigurator.












